Sozialistische Eliten: Horizontale und vertikale by Christoph Boyer (auth.), Dr. Stefan Hornbostel (eds.)

By Christoph Boyer (auth.), Dr. Stefan Hornbostel (eds.)

Im Selbstverständnis sozialistischer Staaten gab es keine Eliten. Wesentliche Beobachter hatten lange nur die kleine politische Machtelite im Visier. Erst seitdem die Archive geöffnet, die großen Datenspeicher zugänglich sind und empirische Forschung möglich ist, beginnt sich aus den Puzzelstückender reichhaltigen Dokumente ein Bild des Führungspersonals auf den hohen und mittleren Leitungspositionen in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kultur usw. abzuzeichnen. Damit wird auch eine fundierte examine der Funktionsweise sozialistischer Gesellschaften möglich. Die Frage, denen der Band nachgeht, lauten:
- Wie funktioniert Kaderpolitik?
- Woher kam die "geplante Elite", und wie veränderten sich die Rekrutierungsmuster?
- Wie gleich battle die Gesellschaft der Gleichen?
- Wie wurde die Spannung zwischen politischer Loyalität und fachlicher Professionalität bewältigt?
- Welche Handlungsspielräume bestanden, und wie hoch conflict die Systemloyalität der Eliten?
- Welche sozialen Kapitalien ließen sich im Transformationsprozeß verwerten, und used to be conflict das spezifische Deutsche im Falle der DDR?

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Vgl. SAPMO-BArch, DY-30. JIV 2/3/3721; vgl. auch BArch DC-20 1/4 432. 54 Matthias Wagner 3. Kadernomenklatur des Ministerrates vom 23. April 1987 Ende der siebziger Jahre wurde die gesamte Kaderpolitik über die sogenannten "Kaderprogramme" an den Fünfjahresrhythmus der Volkswirtschaft angepaßt. Dazu faßte das Sekretariat des ZK der SED am 7. Juni 1977 einen Beschluß "Über die Arbeit mit Kadern", der die Ausarbeitung von Kaderprogrammen "für die planmäßige Auswahl, Ausbildung, Erziehung und Verteilung der Kader" anwies.

Die zentralistische Struktur der Gesellschaft der DDR bedingte nicht nur deren umfassende Kontrolle von einem Zentrum aus, sondern auch, daß alle die Gesellschaft bewegenden Impulse ebenfalls aus diesem Zentrum kommen mußten. Der Herausforderung, die der mündig werdende Bürger von der Straße aus im Herbst 1989 an das politische System der DDR stellte, konnte also nur von diesem Zentrum aus begegnet werden. Das Gros der Nomenklaturkader verharrte daher in der Erwartung von Befehlen. Im Zentrum, konkret dem Politbüro, kam es jedoch zu einer Paralyse.

Der Bereich der territorialen Verwaltung über die örtlichen Räte und natürlich der dem Ministerrat nachgeordnete Bereich der zentralen Staatsorgane mit den unterstellten Institutionen. Der sogenannte Sicherheitsbereich erfuhr eine Sonderbehandlung. Dieser wurde über den Nationalen Verteidigungsrat, ein vorgebliches "Staatsorgan" mit reiner SED-Präsenz, dirigiert und damit eng an den SEDApparat gebunden. Die Konstruktion des im Februar 1960 gebildeten Nationalen Verteidigungsrates war aus SED-Sicht einfach, aber zweckmäßig.

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