Jugendkulturen, Politik und Protest: Vom Widerstand zum by Roland Roth

By Roland Roth

Inhalt
Der Band zielt auf eine Bestandsaufnahme und examine jenerjugendspezifischen Sub- und Gegenkulturen, die sich schnell verändern undderen politische Dimensionen älteren Erwachsenen und Außenstehenden zumeistverborgen bleiben. Es geht additionally nicht nur um manifeste politische Botschaftenvon Jugendlichen, sondern auch um die verdeckten und subtilen Muster vonEigensinn und Widerspruch, die mit einem konventionellen Politikbegriff nichtfaßbar sind. Aus dem Inhalt: Jugend, Kultur, Politik und Protest: Konzeptionelle undhistorische Annäherungen Hartmut M. Griese, ‚Jugend(sub)kulturen': Facetten, Probleme undDiskurse Rainer Paris, Schwacher Dissens. Kultureller und politischerProtest Titus Simon, Straßenjugendkulturen im Wandel Volker Böge, Wie das Unpolitische politisch wird. Jugendbandenin Hamburg-Eimsbüttel in den 40er und 50er Jahren Gegenentwürfe Karin Schittenhelm, Dissens, Distinktion und Gegenentwürfe insozio-kulturellen Milieus junger Frauen Dieter Rink, Der Traum ist aus? Hausbesetzer inLeipzig-Connewitz in den 90er Jahren Sebastian Haunss, Das Innere sozialer Bewegungen. StrukturelleKonfliktlinien basisdemokratischer Bewegungsorganisationen Heiko Geiling, Punk als politische Provokation: Mit denChaos-Tagen in Hannover zur Politik des ‚gesunden Volksempfindens' Flemming Mikkelsen/Rene Elley Karpantschof, Hausbesetzungen,Jugend und sozialer Protest. Jugendbewegungen in Dänemark von 1965-1995 Markus Mathyl, Hammer und Sichel in der Fahne Hitlers. DasEntstehen einer nationalistischen Gegenkultur im Postperestrojka-Rußland Abkehr von der Politik? Arnd-Michael Nohl, Von der praktischen Widerständigkeit zumGenerationenmilieu: Adoleszenz und Migration in einer Breakdance-Gruppe Jean Weinfeld, HipHop - Licht und Schatten einerJugendkulturbewegung Dietmar Loch, Jugendprotest in französischen Vorstädten. Von derGewalt zur Integration durch Anerkennungskonflikte? Dieter Rucht/Roland Roth, Weder uprising noch Anpassung:Jugendproteste in der Bundesrepublik 1950-1994 Die Her

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Es ist ja gerade die frech herausgestrichene Sichtbarkeit, eben die Demonstration der Abweichung, die die Protagonisten der dominanten Kultur herausfordern soli. Mehr noch als der protestierende 68er zeigt der Punk seine Ablehnung der herrschenden Ordnung und Lebensweise. Der Protest ist expliziter, weil expressiver: Er kann sich umso kompromiBloser stilisieren, je mehr er von argumentativen Begründungszwängen freigestellt ist. Denn hierin liegt zweifellos der entscheidende Unterschied: Die Ausdrücklichkeit des kulturellen Protests umschifft das Medium der Sprache; er ist als schwacher Dissens explizit, aber gerade nicht verba!.

In seinem vielzitierten einschlägigen Aufsatz von 1971 ("Die Idee der Subkultur: Eine Berührung zwischen Anthropologie und Soziologie") stellt Fritz Sack fest: "Die Idee der Kultur und ihre begriffliche Struktur, wie wir sie heute aus der anthropologischen Wissenschaft kennen, läBt sich zeitlich wie dogmengeschichtlich ziemlich genau einordnen. Ihr Alter ist auf kaum mehr als 100 Jahre zu veranschlagen". Die "Entdeckung des Kulturbegriffs" hängt zusammen mit der "Konfrontation des westlich-abendländischen Menschen mit Verhaltensweisen, Sitten, Bräuchen, die den eigenen auf eine bis dahin unbekannte Wei se fremd waren, die er nicht verstehen und nicht nachvollziehen konnte, provozierte Unsicherheit, Angst und das Gefühl gefährlicher Unberechenbarkeit" (Sack 1971: 263).

Da er sich vorrangig gestisch ausdrückt, nimmt er den Mund nicht so vol!. Ohne ausformulierte Ideologie gerät er nicht in Gefahr, sich dogmatisieren zu müssen. Befreit von kognitiven und argumentativen Differenzierungszwängen kann er ganz auf das Ausleben seiner Affekte setzen. Sinnlichkeit wird nicht länger durch Sinnauflagen blockiert; Zumutungen formaier Rationalität können blödelnd unterlaufen, Argumente durch Sprüche ersetzt werden. Wer nur irritieren oder erschrecken, aber nicht überzeugen will, ist gegen das Risiko einer weitreichenden Selbstfestlegung auf falsche Überzeugungen gefeit.

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