Die theoretischen Konzeptionen des Sozialen von Max Weber by Rainer Greshoff

By Rainer Greshoff

Die Vielzahl an theoretischen Konzeptionen in den Sozialwissenschaften in ihren Verhältnissen zueinander in adäquater Weise einschätzen zu können, bereitet nach wie vor große Schwierigkeiten. In dieser Arbeit wird ein Vergleichsansatz vorgestellt, der ein methodisch-distanziertes Vergleichen ermöglichen soll. Zur Erprobung dieses Ansatzes werden soziologische Grundlagenkonzepte von Max Weber und von Niklas Luhmann verglichen. Vor allem im Ausgang von den Konzepten "soziale Beziehungen / gegenseitiges soziales Handeln" (Weber) und "soziales procedure / Kommunikation "Luhmann) werden die Begriffe beider relationiert. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, daß hinsichtlich Webers Konzeption Ergänzungs- und Erweiterungsbedarf besteht, während die von Luhmann vor allem in den Grundlagen zu korrigieren ist.

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Vgl. zum Thema "Ethos der Wissenschaft" auch Weingart 1998. 4 Vgl. Greshoff 1998; die Unterscheidung erhält hier eine erweiterte Form. 5 Damit kann verschiedenes gemeint sein: Theorien, Meinungen, Darstellungen, Problemlösungen, Möglichkeiten usw. 6 Der Fall, daß sich keine der untersuchten Problemlösungen als solche erweist, ist wieder mitzubedenken, wird hier aber zunächst nicht weiter thematisiert. 7 Eine solche Entscheidungsanlage liiBt auch den Fall berücksichtigen, in dem nicht begründungsorientiert entschieden werden kann, sondern sich Unentscheidbarkeit ergibt.

Ii) Die Art der Begriffsbildung ist bei Weber und Luhmann insofern verschieden, als Luhmann keine Idealtypen konstruiert 122 • Zu fragen ist, wie groß von daher der Unterschied zwischen den hier interessierenden Begriffen ist. Ein wesentlicher "Kontaktpunkt" besteht meiner Ansicht nach darin, daß beide diesbezüglich "gattungsmäßig" orientiert sind (vgl. oben Nr. I, 82 sowie 86). Weber bildet gattungsmäßige Idealtypen, die "das dauernd Gleichartige" enthalten (Weber 1978a: 170; vgl. auch Pfister 1928: 170 ff sowie Mommsen 1982: 228 ff).

Sich daher den klassischen Streitfragen ... nicht mehr zuordnen" läßt (Luhmann 1984: 473). Auch von anderen Äußerungen her kann man fragen, welche "Rationalität" Luhmanns Einschätzung haben kann 67 • Denn nicht nur schreibt er 1992 hinsichtlich bisheriger Theorienvergleiche, daß sie "mehr oder weniger unzulängl icher Art" sind (Luhmann 1992a: 371), sondern er weist auch immer wieder daraufhin, wie schwierig und problematisch das Vergleichen von Theorien ist (vgl. etwa Luhmann 1993: 246 sowie für weitere Belege Greshoff 1994: 147).

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