Capabilities – Handlungsbefähigung und by Hans-Uwe Otto, Holger Ziegler

By Hans-Uwe Otto, Holger Ziegler

Mit diesem overseas besetzen Sammelband wird das Thema des 'Capability procedure' erstmals für die deutschsprachige Erziehungswissenschaft zusammengefasst. In der Bestimmung und Definition von 'Handlungsbefähigung' wird der Versuch unternommen, sowohl pädagogisch als auch sozialanalytisch zu einem neuen Gerechtigkeitsbegriff zu kommen, der die Zukunft der Erziehungswissenschaft maßgeblich beeinflussen kann.

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Mit dem Hinweis auf eine phänomenologisch überzeugendere Anthropologie als die modelltheoretisch eingeführte, dann aber funktional doch oft wie ein Menschenbild gehandhabte Minimalanthropologie des Kontraktualismus, erinnert Martha Nussbaum schlicht und einfach an diese Beweislastaufgabe. Meines Erachtens ist in solchen Theoriedebatten damit schon die entscheidende strategische Weichenstellung vorgenommen. Mehr ist angesichts weltanschaulicher Pluralität, die ja bis in solche Begründungsdebatten hineinspielt, kaum zu erreichen.

Gegen die Egalitarismus-Kritik will er die relationale Dimension in der Festlegung einer solchen Schwelle, an der die Beweislastigkeit kippt, nicht vergessen. Die damit gewonnene Einsicht kann nun ihrerseits genutzt werden, um eine bislang nur kurz angedeutete Schwäche, resp. Spannung in Nussbaums Argumentationsgang in intentione operis zu überwinden. Unübersehbar ist nämlich, und in der Darstellung sollte es auch bereits deutlich geworden sein, dass Nussbaum einerseits alle capabilities als Realisierungsformen von Menschenwürde begreift (161), so dass beide Begriffe geradezu austauschbar zu sein scheinen.

Wer keine andere Möglichkeit findet unterzukommen, als auf dem illegal besetzten Land der favelas, genießt im Ernstfall keinen Rechtsschutz“ (Luhmann 1997: 631). Soll der Befähigungsgerechtigkeitsansatz in einer funktional ausdifferenzierten Gesellschaft umgesetzt werden, muss er m. E. auf deren Polykontexturalität reflektieren und sie in das eigene Konzept integrieren, folglich über die Grenzen des politischen Systems und seiner Semantiken hinausblicken. Der Grundsatz einer Befähigung zur Teilnahmemöglichkeit an gesellschaftlicher Kommunikation wäre dann in die systemtheoretische Sprache zu übersetzen als Verhinderung wechselseitiger Exklusionsverstärkung und Ermöglichung von Inklusion.

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